INPUTHISTORYMODE richtig einstellen

Die Auswirkungen der Systemvariablen INPUTHISTORYMODE, die mit der Version 2006 eingeführt wurde, haben viele AutoCAD-Anwender zu spüren bekommen. Haben sie in vorherigen Versionen über die Pfeiltasten vorher eingegebene Befehle und Werte abrufen können, ist dies seit Version 2006 nur noch für Befehle, nicht aber für Koordinateneingaben möglich. Stattdessen können nur noch die absoluten Koordinaten abgerufen werden.

 



Der Grund hierfür liegt wohl in der ebenfalls seit der Version 2006 neuen "dynamischen Eingabe". Ist sie eingeschaltet, zeigt sich der Vorteil der auf 15 voreingestellten Systemvariablen INPUTHISTORYMODE: Beim Blättern durch die angebotenen Absolutkoordinaten werden die entsprechenden Punkte in der Zeichnung ausgeleuchtet. Das ist toll, wenn man einen dieser Punkte wieder verwenden will, aber meistens möchte man doch einfach nur einen der zuletzt eingegebenen Werte wiederverwenden.

Beim Surfen durch die einschlägigen AutoCAD-Foren und -Hilfeseiten liest man von verschiedensten Einstellungsmöglichkeiten für INPUTHISTORYMODE um das gewohnte Verhalten zurückzuholen: 0, 2, 4. Sie funktionieren alle, aber welche Einstellung ist denn nun "am richtigsten"?

Die AutoCAD-Hilfe ist in diesem Fall leider keine; die Formulierung sind einfach nicht klar genug.


Ein Versuch der Klärung:

0 bewirkt, neben dem gewollten Effekt für die Pfeiltasten, dass die Befehlsliste, die über das Kontextmenü zur Verfügung steht, weg ist.

Bei den Einstellungen 2 ist das Kontextmenü vorhanden, wenn kein Befehl aktiv ist.

Bei 4 wiederum nicht.

Kurz gesagt: Im Grunde genommen kann man jede gerade Zahl zwischen 0 und 15 als Einstellung verwenden, denn bei jeder würde das ursprüngliche Verhalten der Pfeiltasten wiederhergestellt werden. Weil: Bit 1 fehlt! Und damit haben wir den eigentlichen Schuldigen.




Verwirrende Lösung(en):

Mit oder ohne die dynamischen Eingabe, kann die Systemvariable auf 14 stehen und schon ist alles wie gewohnt.

Wer allerdings mit der dynamischen Eingabe arbeitet, braucht dann im Grunde genommen Bit 8 auch nicht mehr, weil die Punktmarkierungen, die durch Setzen dieses Bits angezeigt werden, jetzt sowieso nicht mehr kommen.

Also wählt man in diesem Fall 6. Da man aber auch mit den Koordinaten im Kontextmenü nix anfangen kann, kann man eigentlich auf 0 stellen, es sei denn, man möchte zumindest die letzten Befehle im Kontextmenü sehen.

Dann empfielt sich also die Einstellung 2.

Wer ohne die dynamisch Eingabe arbeitet, also ein Befehlszeilenjunkie, der schaltet INPUTHISTORYMODE am besten auf 0, da er die Befehlsliste aus dem Kontextmenü sowieso nicht beachtet. Er wird über die Pfeiltasten schneller sein.

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